Ein Weg zu einem besseren Timing (Teil 3)

Ein Weg zu einem besseren Timing (Teil 3)

Metronom oder Drum Computer als Checkpoint

Eine gute Übung um den inneren Puls und das Timing zu verbessern ist es, das Metronom oder einen Drum Computer nur als Checkpoint zu verwenden. Die Übung setzt voraus, dass du schon ein recht gutes Timing hast und die vorangegangenen Übungen gut beherrschst. Die grundlegende Idee beim Checkpoint-Prinzip besteht darin, dass du das Metronom oder den Drum Computer nur ab und zu zur Kontrolle benutzt.

Du brauchst hierzu ein digitales Metronom oder eine Drum Computer. Das Metronom sollte sich dabei so einstellen lassen, dass nur auf die 1 des Taktes ein Klicken zu hören ist. Wenn du es so eingestellt hast, kannst du dazu verschiedene Grooves oder Etüden spielen. Am Anfang des Taktes hast du durch das Metronom immer die Kontrolle, ob du schneller oder langsamer geworden bist. Den Rest des Taktes benutzt du dein „inneres Metronom.“ Du kannst die Checkpoints immer weiter auseinanderlegen indem du das Metronom nur jeden zweiten, dritten oder vierten Takt auf die 1 Klicken lässt.

Viktor Wooten erzählt in seinem überaus lesenswerten Buch Music Lesson von einer Übung, bei der der Protagonist seines Romans Timing übt. Er stellt dabei sein Metronom ähnlich wie oben beschrieben ein, macht dabei jedoch keinen Übungen am Instrument, sondern Alltagsdinge, bei denen er auch in ein anderes Zimmer wechselt. Das innere Metronom läuft dabei immer weiter. Ab und zu kommt er ins Zimmer mit dem Metronom zurück und überprüft, ob er noch mit diesem synchron ist. Diese Übung zu beherrschen ist sicherlich schon eine hohe Kunst.

Es macht aber auf jeden Fall Spaß zu merken, wie man die Checkpoints immer weiter auseinanderlegen kann, wenn man solche Übungen regelmäßig durchführt.

Wenn dir die Übung mit einem Metronom zu reduziert ist, kannst du auch einen Drum Computer nehmen. Nimm einen Groove der vier Takte läuft und sich dann wiederholt. Du kannst zunächst den vierten Takt muten und damit einen Takt mit deinem inneren Metronom überbrücken. Danach zwei Takte und dann drei.

Ausgehend davon kannst du natürlich zu den Check Points auch noch verschiedene Störgeräusche einbauen. Das können beispielsweise Metronome sein, die in anderen Tempi laufen. Egal was du dir auch noch ausdenkst, wichtig ist immer, solche Übungen über einen gewissen Zeitraum immer wieder

zu wiederholen.

Viel Spaß beim Üben

Hier gehrt es zum Teil 2 des Workshops

 

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